
Mitte Mai 2011 haben die Personaldienstleister in der Wirtschaftskammer Wien eine Wien-weite Kampagne gestartet, die das Image von Zeitarbeit in der Öffentlichkeit nachhaltig in das rechte Licht rücken soll. Denn Zeitarbeiter dürfen nicht wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Zeitarbeit ist weder Leiharbeit, noch Personalleasing – wie es oft medial missverstanden wird. Zeitarbeiter leisten, wie jeder andere auch, einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg in den Betrieben – dafür verdienen sie Anerkennung. In Österreich sind rund 100.000 Menschen als Zeitarbeiter beschäftigt. Damit ist dieser Bereich in etwa gleich groß wie die gesamte Handelsbranche -und verdient daher den gleichen Respekt.
Zeitarbeiter in Österreich sind sozialversichert und verfügen über einen eigenen Kollektivvertrag. Damit ist unser Land ein Best Practice Beispiel für ganz Europa, was die rechtliche Gleichstellung von Zeitarbeitern betrifft. Bereits jetzt wurden in Österreich viele Punkte aus der EU Richtlinie zur Zeitarbeit umgesetzt.
Um mit Vorurteilen aufzuräumen, haben die Personaldienstleister in der Wiener Wirtschaftskammer in Zusammenarbeit mit PGM Research österreichische Unternehmen über den Stellenwert von Zeitarbeit befragt.
Das Ergebnis ist überaus positiv: Dort, wo Zeitarbeit zum Einsatz kommt, hat sie ein gutes Image. Rund die Hälfte der befragten Unternehmen, die mit Zeitarbeitern vor allem Kapazitätsspitzen abdecken, übernehmen diese im Anschluss in ein fixes Anstellungsverhältnis. Das beweist deutlich: Zeitarbeit schafft Beschäftigung und deckt den Bedarf von Unternehmen nach qualifizierten Arbeitskräften ab – in allen Wirtschaftsbereichen.
Bei der Image-Studie wurden sowohl Personalverantwortliche als auch Betriebsräte befragt, die zusammengefasst eine zumeist einheitliche, vor allem aber eine positive Einstellung zum Image und zum Bedarf von Zeitarbeit haben.